Protesttag gegen verdachtslose Massenüberwachung

Heute ist The Day We Fight Back, ein internationaler Protesttag gegen verdachtslose Pauschalüberwachung.

Aus diesem Anlass ein Zitat von Edward Snowden:

Das größte Problem, mit dem wir konfrontiert sind, ist die neue Methode der willkürlichen Massenüberwachung, mit der Regierungen Milliarden und Abermilliarden von Kommunikationsvorgängen Unschuldiger beschlagnahmen.

Das wird nicht getan weil es nötig ist – immerhin sind diese Maßnahmen in der amerikanischen Geschichte beispiellos und wurden eingeführt, um einer Bedrohung zu begegnen, die jedes Jahr weniger Amerikanerinnen und Amerikaner tötet als Badewannen-Stürze und Polizeibeamte – sondern weil neue Technologien es einfach und billig machen.

Ich finde, eine Person sollte eine Nummer anrufen, einen Einkauf tätigen, eine SMS senden, eine E-Mail schicken oder eine Website besuchen können ohne daran denken zu müssen, welchen Eindruck das in einem dauerhaften Dossier über sie hinterlassen könnte. […]

Wenn wir [Amerikaner] raffiniert genug sind, in jedes Gerät auf der Welt, das wir wollen, einzubrechen (bis hin zum Telefon von Angela Merkel, wenn man den Berichten Glauben schenken darf), gibt es keine Ausrede dafür, dass wir unsere Zeit verschwenden, die Telefonprotokolle von Großmüttern in Missouri zu sammeln. […]

Das ist nicht gut für unser Land, es ist nicht gut für die Welt, und ich konnte nicht danebenstehen und es geschehen lassen, egal wie viel [diese Entscheidung] mich kosten sollte.“

Ask Snowden, 23.1.2014
Übersetzung: Piratenpartei Österreichs, (cc-0) public domain

Die internationale Piratenbewegung hat Edward Snowden und Chelsea Manning für den Friedensnobelpreis nominiert.

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