Achtung! Dampfen ist Nichtraucherschutz

Elektronisches Rauchen (Dampfen) wird dank ausgereifter Technik immer beliebter. Kein Wunder, für viele Raucher ist es der einzige Weg der Zigarettensucht zu entkommen. Davon profitieren auch die Nichtraucher. Beim Dampfen findet nämlich kein Verbrennungsprozess wie beim Rauchen statt. Vielmehr wird eine Flüssigkeit (Liquid) elektrisch erhitzt und schadstofffrei verdampft. Insbesondere die krebserregenden Substanzen wie Teer, Kondensat und Kohlenmonoxid fallen vollständig weg [1]. Ungeachtet der Vorteile hat sich Österreich entschlossen diese positive Entwicklung zumindest zu behindern.

Aus wirtschaftlichen Interessen wurde der Vertrieb der Liquids dem Tabakmonopol unterstellt. Auf Kosten und unter Gefährdung der Existenz der österreichischen Dampfshops wurde das Geschäftsfeld den Trafiken und der Austria Tabak, einer Tochter des Tabakkonzerns Japan Tobacco International zugeschlagen. Mit diesem Alleingang leistet sich Österreich nicht nur eine weitere gesundheitspolitische Fehlentscheidung.

Die Regelung geht auch an der von der EU beschlossenen „Tabakprodukterichtlinie 2“ vorbei.

Die Piratenpartei lehnt diese Reglementierung, für die kein sachlicher Grund besteht, entschieden ab. Wir begrüßen den Widerstand der Dampferszene und wir versprechen dieser unsere absolute Unterstützung.

Die Piraten Partei Tirol hat nicht nur in Blog-Beiträgen [2] ihre Stimme für die Dampfer erhoben, sondern auch im Begutachtungsverfahren zum Abgabenänderungsgesetz eine ablehnende Stellungnahme [3] zur Aufnahme von E-Zigaretten und Liquids in das Tabakmonopol abgegeben.

Die Piratenpartei Österreichs hat sich in ihrem Programm bereits seit längerem gegen die Regulierung des Dampfens ausgesprochen [4], da Einschränkungen des freien Handels mit elektronischen Zigaretten samt Liquids komplett konträr zum Nichtraucherschutz und zur Rauchentwöhnung stehen.


Quellen:
[1] http://blog.rursus.de/2013/03/top-gesundheitsexperten-sagen-der-regierung-ezigaretten-retten-leben/
[2] http://piratenparteitirol.blogspot.co.at/2013/05/es-gilt-die-korruptionsvermutung.html
http://piratenparteitirol.blogspot.co.at/2014/08/kampf-gegen-nichtraucher
[3] http://www.parlament.gv.at/PAKT/VHG/XXV/SNME/SNME_01714/fname_369082.pdf
[4] http://wiki.piratenpartei.at/wiki/Parteiprogramm#E-Zigarette

6 Kommentare

  1. 1
    Karin Andres

    Ich schließe mich der Meinung an. Dampfer und Liquids haben in einer Trafik nichts verloren. Kann mir nicht vorstellen, dass der Trafikant Zeit und vor allem Ahnung hat, wie ein Dampfer funktioniert. Da reden wir noch gar nicht von den Liquids-Mischungen. Als ehemalige sehr starke Raucherin (etwa 30 Jahr – 40-60 Zigaretten/Tag) war das Aufhören von einem Tag auf den anderen problemlos. Das war nun schon vor neun Monaten. Die Einschränkungen sind konträr zur Raucherentwöhnung. Ich bin auch verärgert, dass das Dampfen in Zügen nicht erlaubt ist.
    Mit freundlichen Dampfergrüßen,
    Karin Andres

  2. 2

    „Aus wirtschaftlichen Interessen wurde der Vertrieb der Liquids dem Tabakmonopol unterstellt.“

    … vor allem aus Gründen des Jugendschutzes:
    Hier hat der Staat alle Macht, die Unmündigen zu schützen vor drohenden Gefahren.
    Angeblich ist Nikotin per se „so suchterzeugend wie Heroin“ und ein „Nervengift“, was nicht stimmt in den normal inhalierten geringen Mengen.
    Da ist es genauso wenig „Nervengift“ wie Koffeinkonsum…siehe Ausführungen von Prof. Dr. Bernd Mayer.
    Aber da Nikotin (unberechtigterweise) als harte und vor allem auch stark suchterzeugende Droge gilt, hält es die Regierung für zwingend nötig, den Verkauf den Trafiken zu überlassen.
    Wer hat in der „Neuzeit“ Nikotin per se mit harten Drogen auf eine Stufe gestellt, was heute fatale Auswirkungen hat auf die strenge Regulierung der tabaklosen E-Zigarette?
    Es war Philip Morris 1980 durch einen gekauften Wissenschaftler:
    „In 198o, Philip Morris hired Victor DeNoble to study the pharmacology of nicotine ….After the journal Psychopharmacology
    accepted a research paper by DeNoble showing that, in
    terms of addiction, „nicotine looked like heroin,“ Philip Morris ordered him to withdraw the paper.“
    In April 1984, the company abruptly closed DeNoble’s nicotine research laboratory and threatened legal action
    if he published or talked about his work “
    http://legacy.library.ucsf.edu/tid/cab13d00/pdf?search=%22prospect%20theory%20kahnemann%22

    Auf u.a. dieser Irreführung durch die Tabakindustrie basieren viele heutige Regulierungen der E-Zigarette, die gar nicht nötig wären.
    Dafür gefährden diese Regulierungen Millionen Raucherpersönlichkeiten, da kaum noch brauchbare Geräte/Liquids erworben werden können.
    Viele werden wieder Tabak rauchen, was ethisch nicht vertretbar ist.

  3. 3

    An alle Dampfer in Österreich wir stehen zu Euch , und finden auch die Ausführungen der Piraten Partei gut finden!

    mit besten Dampfergrüßen aus München

  4. 4
  5. 5

    Ich finde es sehr gut, dass Sie sich für die Dampfer in Österreich einsetzen. Natürlich geht es bei diesem Spiel nur um Geld und daher sollte man dem Ganzen einen Riegel vorschieben.

    Wir wollen hoffen, dass es in Deutschland nicht auch irgendwann so weit kommen wird.

    Weiter so!

    Ein Dampfer

  6. 6

    @Mehr Schweinchen
    Ein paar Infos von Leuten die nicht wie diverse Journalisten nur voneinander abschreiben:
    http://www.wahrheit-ueber-ezigaretten.de/#
    http://blog.rursus.de

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